Das Baskenland und Kantabrien
                                          - Nordspanien für Gourmets
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Das Lieblingsland der Deutschen ist im Norden Spaniens noch ziemlich unentdeckt. Hier kommt ein Erlebnisbericht von kulinarischen Genüssen, charmanten Städten und geheimnisvollen Wesen.

 

Schon immer bin ich eine große Liebhaberin spanischer Weine und der iberischen Küche. Es ist das höchste der Gefühle, an einem Tresen zu stehen, einen leckeren Wein aus einem langstieligen, dünnwandigen Glas zu trinken und dazu die regionalen Spezialitäten in Form kleiner Tapas zu probieren. Gerne versuche ich dann meine paar Brocken Spanisch aufzupolieren und unterhalte mich am liebsten mit Einheimischen. Den „Rotweingürtel“ mit den berühmtesten Weinanbaugebieten „La Rioja, „Ribera del Duero“, „Toro“ und einigen anderen Weinregionen habe ich mit meinem Vater auf einigen Reisen bereits in den vergangenen Jahren entdeckt. So zog es uns dieses Jahr nach Kantabrien und ins Baskenland wo der tintenblaue Atlantik den grünen Norden Spaniens küsst.

 

Die erste Station unserer kulinarischen Städtetour führte uns ins mondäne Santander, die Hauptstadt Kantabriens. Auf einer Halbinsel reihen sich kleine Buchten, geräumige Strände und dicke Granitfelsen aneinander, hinter denen Villen, Herrenhäuser und Schlösschen der „Belle Èpoque“ thronen. Die schicke Altstadt liegt nah zum großzügigen Fischereihafen und so ist es nicht verwunderlich, dass man hier unzählige Lokale und Tapasbars findet. Gleich am ersten Abend wurden unsere Gourmetherzen reichlich belohnt und live gespielte Musik gab es gratis dazu. Im „La Pirula“ spielte eine santandrinische Band kantabrische Volkslieder und wir waren die einzigen ausländischen Touristen, die dies genießen durften – herrlich!

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Weiter ging es anschließend ins Baskenland: San Sebastiàn ist die absolute Hochburg der spanischen Küche, hier findet sich die höchste Dichte an Michelin-Sternen ganz Europas (gemessen an der Einwohnerzahl). In der eleganten Altstadt reiht sich ein Lokal ans nächste, aus jeder Tür strömt ein anderer himmlischer Duft und man möchte den ganzen Tag nur schlemmen! In der baskischen Hauptstadt werden die kleinen Häppchen, die im ganzen Land als Tapas bekannt sind „Pinchos“ genannt. Im Norden Spaniens ist es sehr verbreitet, kleine Köstlichkeiten auf dünnen Baguettescheibchen als Canapees zu reichen und in jedem steckt ein kleiner Holzspieß, spanisch: Pincho – so wird beim Bezahlen einfach die Anzahl der leeren Spießchen gezählt. Die große Vielfalt und der leckere Anblick machen es manchmal schwer, sich beim Gang entlang des Tresens zu entscheiden was man wählen soll. Der Brauch will es, dass man von Bar zu Bar zieht, um alle Spezialitäten zu kosten, vor allem weil jeder Wirt seine eigenen Kreationen zaubert. Den typisch baskischen „Txakoli“, einen leicht moussierenden Weißwein bekommt man überall – er passt mit seiner frischen Säure hervorragend zu den kleinen Köstlichkeiten. Ganz abgesehen von den Genüssen ist „Donostia“ wie man San Sebastiàn auf baskisch nennt, sehr lebenswert und zu jeder Jahreszeit locken die unterschiedlichsten Festivals in die Metropole. Eingerahmt von zwei Hügeln zieht sich die „Playa la Concha“ eine muschelförmig geschwungene Bucht mit goldenem feinem Sand von der Alt- bis zur Neustadt und man flaniert ganz gemütlich auf der breiten Uferpromenade von Viertel zu Viertel. Gerne wären wir noch länger geblieben aber bei der Kaloriendichte war es gar nicht so verkehrt zu gehen, wenn es am schönsten ist.

 

Die letzten Tage verbrachten wir wieder einmal in Kantabrien. Im Städtchen Comillas waren wir schon mehrfach - das Naturschutzgebiet „Playa de Oyambre“ und die herzlichen Einwohner locken uns immer wieder an diesen besonderen Platz. Im Hinterland erstrecken sich die „Picos de Europa“ deren Gipfel bis in den Frühsommer mit Schnee bedeckt sein können. Comillas ist reich an Architektur des späten Historismus und des frühen Modernisme. Einige Mäzene hinterließen ihre architektonischen Spuren, der neugotische Palast „Sobrellano“, ein Friedhof, der spektakulär innerhalb einer Kirchenruine errichtet wurde und das von Antonì Gaudì erbaute Sommerhaus „El Capricho“ machen den Ort unverwechselbar. Lecker und preisgünstig speisen kann man im „Restaurante Filipinas“, mitten im Ortskern. Der Naturstrand Oyambre ist fast ganzjährig menschenleer, feiner hell goldener Sand und kristallklares Wasser laden zu langen Strandspaziergängen ein. Selbst im Sommer ist das Meer hier ziemlich kühl, sehr erfrischend. Mein kreativer Vater wurde von bizarren Steinen am Strand inspiriert, er ließ ulkige Monsterwesen daraus entstehen – leider nicht für die Ewigkeit.

 

Die nördlichen spanischen Bundesländer sind vom internationalen Tourismus noch weitestgehend verschont. Hier ist der Deutschen Lieblingsferienland noch ziemlich unentdeckt. Einzig der Jakobsweg lockt mit seinen unterschiedlichen Pilgerrouten viele Gäste aus aller Herren Länder an. Das Klima ist ganzjährig mild. Die reiche Vegetation mit sattgrünen Wiesen, auf denen schwarzweiße Kühe grasen, wunderschöne und meist leere Strände sowie der warmherzige Menschenschlag laden zum Verweilen ein. Nicht zu vergessen die Gaumenfreuden: Phantastische Weine, Gourmettempel, Tapas/Pinchos und köstlich frische Meeresfrüchte – hier ist das gelobte Land für Leckerschmecker! (Juni 2014)

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